Ungenaue Orientierungsmessungen in kritischen Systemen können schwerwiegende Folgen haben – von verfehlten Zielen über Navigationsfehler bis hin zu Geräteausfällen. Daher sind zuverlässige und präzise Orientierungsdaten unerlässlich. Gerade bei Hochpräzisionssystemen zählt das Faseroptische Gyroskop (FOG) zu den bewährtesten Messinstrumenten.
Ein faseroptisches Gyroskop (FOG) misst die Rotation eines Objekts mithilfe der Lichtinterferenz in gewickelten Glasfasern. Das Ergebnis sind hochpräzise Daten zur Ausrichtung, die für Navigation und Stabilisierung in Bereichen wie Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und Schifffahrt unerlässlich sind. Diese Technologie findet sich in Systemen, die absolut ausfallsicher sein müssen.
Aber wie funktioniert das Ganze? Schauen wir uns das genauer an.
Inhaltsverzeichnis
Wie funktioniert ein faseroptisches Gyroskop?
Auf den ersten Blick klingt das Faseroptik-Gyroskop wie Science-Fiction: Rotation mithilfe von Licht messen. Doch es ist überraschend einfach, wenn man sich näher damit befasst. Das Prinzip ist folgendes: Faseroptik-Gyroskope nutzen den sogenannten Sagnac-Effekt . Dieser besagt, dass sich Licht unterschiedlich verhält, je nachdem, ob es sich mit oder entgegen der Drehrichtung bewegt.
In einem Glasfaser-Gyroskop befinden sich lange Spulen aus Glasfaserkabeln. Ein Laserstrahl wird in zwei Strahlen aufgeteilt und in entgegengesetzte Richtungen durch die Spule geleitet. Rotiert das System, benötigt der mit der Rotation laufende Strahl minimal länger für einen vollständigen Umlauf als der entgegengesetzt laufende Strahl. Das Gyroskop misst diesen winzigen Zeitunterschied und berechnet daraus die exakte Rotationsgeschwindigkeit.

Warum zeichnen sich faseroptische Gyroskope durch ihre Präzision aus?
Ich habe mit verschiedenen Gyroskoptypen gearbeitet, und das Faseroptik-Gyroskop zeichnet sich durch seine Präzision aus. Nicht umsonst setzen Branchen wie die Luft- und Raumfahrt, die Verteidigungsindustrie und sogar die Weltraumforschung auf Faseroptik-Gyroskope.
Erstens bedeutet der Verzicht auf bewegliche Teile, dass weniger Komponenten kaputtgehen oder mit der Zeit verschleißen können. Mechanische Gyroskope sind zwar effektiv, verwenden aber rotierende Bauteile, die sich abnutzen können. Vibrationen, Reibung und Temperaturschwankungen setzen diesen Systemen zu. FOGs hingegen funktionieren einfach weiter. Die Leuchte im Inneren verschleißt nicht, wodurch das FOG extrem robust und zuverlässig unter härtesten Bedingungen ist.
Zweitens sind Glasfaseroptiken (FOGs) bei der Messung kleinster Rotationsänderungen nahezu unübertroffen. Ob Satellitenstabilisierung oder Raketenlenkung – Präzision ist unerlässlich. Mechanische Systeme können kleine Fehler oder Verzögerungen aufweisen, Glasfaseroptiken hingegen reagieren verzögerungsfrei. Die FOGs erfassen selbst kleinste Rotationsänderungen und bieten so eine nahezu perfekte Genauigkeit.
Wie passen Nebelscheinwerfer in Navigationssysteme?
FOGs werden häufig in größere Systeme wie Inertialmesseinheiten (IMUs) integriert, wo sie mit Beschleunigungsmessern und Magnetometern zusammenarbeiten. Gemeinsam liefern diese Sensoren umfassende Daten sowohl zur Rotation als auch zur linearen Bewegung eines Objekts. Dies macht IMUs für moderne Navigationssysteme unverzichtbar.
Einer der herausragenden Vorteile von FOGs ist ihre effektive Funktionsfähigkeit selbst in Umgebungen ohne GPS-Empfang. Man denke an U-Boote in der Tiefsee oder Raumfahrzeuge im Weltraum – überall dort, wo GPS-Signale nicht verfügbar sind. In solchen Situationen sind Systeme auf interne Sensoren wie den FOG angewiesen, um präzise Orientierungsdaten in Echtzeit zu liefern.
Selbst wenn GPS verfügbar ist, bieten FOGs zusätzliche Sicherheit. Stellen Sie sich vor, Sie navigieren durch einen Tunnel, wo GPS-Signale häufig ausfallen. Ein FOG kann die Navigation übernehmen und das System auf Kurs halten, bis das GPS-Signal zurückkehrt, und so eine unterbrechungsfreie Navigation gewährleisten.
Wo werden faseroptische Gyroskope eingesetzt?
Faseroptische Gyroskope kommen in einigen der anspruchsvollsten Umgebungen zum Einsatz. In der Luft- und Raumfahrt sind sie unerlässlich, um Flugzeuge und Raumfahrzeuge präzise auszurichten. Ob Verkehrsflugzeug oder Militärdrohne – das faseroptische Gyroskop sorgt dafür, dass diese Fahrzeuge auch unter schwierigen Bedingungen auf Kurs bleiben.
In der Verteidigungsindustrie sind FOGs (Forward Optical Graphs) eine Schlüsselkomponente von Raketenleitsystemen und unbemannten Luftfahrzeugen (UAVs). Präzision ist in diesen Anwendungen unerlässlich, da bereits geringfügige Fehlberechnungen zum Verfehlen des Ziels oder zum Scheitern einer Mission führen können. FOGs liefern hochpräzise Echtzeitdaten, die den zuverlässigen Betrieb dieser Systeme auch unter Gefechtsbedingungen gewährleisten.
In der Schifffahrt sind FOGs (Focused Open Grounds) für U-Boote unerlässlich, da GPS-Signale in der Tiefsee nicht durchdringen können. Die Fähigkeit eines U-Boots, ohne externe Referenzpunkte effektiv zu navigieren, hängt maßgeblich vom FOG ab. Es wird auch auf Überwasserschiffen eingesetzt, wo Präzision und Stabilität gleichermaßen wichtig sind.
Und natürlich ist die Weltraumforschung ein weiteres Anwendungsgebiet für FOGs. Satelliten und Raumfahrzeuge sind auf sie angewiesen, um ihre Ausrichtung im Weltraum beizubehalten, wo selbst kleinste Fehlausrichtungen schwerwiegende Probleme verursachen können. Die Präzision, die FOGs bieten, ist genau das, was für den Betrieb in einer so unwirtlichen Umgebung benötigt wird.
Was sind die wichtigsten Vorteile von faseroptischen Gyroskopen?
Nach meinen Beobachtungen bietet das FOG gegenüber anderen Gyroskoptypen mehrere deutliche Vorteile:
Keine beweglichen Teile: Dadurch werden viele der mechanischen Ausfälle vermieden, die bei herkömmlichen Gyroskopen auftreten können. Hohe Genauigkeit: FOGs messen kleinste Rotationsänderungen mit unglaublicher Präzision. Unempfindlichkeit gegenüber Umwelteinflüssen: Temperaturschwankungen, Vibrationen und Stöße beeinträchtigen die Leistung eines FOGs kaum. Langfristige Zuverlässigkeit: Dank des geringeren Verschleißes haben FOGs eine längere Lebensdauer bei minimalem Wartungsaufwand. Kompakte Bauweise: Sie lassen sich so klein fertigen, dass sie auch in Systemen mit begrenztem Platzangebot eingesetzt werden können und dennoch Spitzenleistung bieten.
Das faseroptische Gyroskop bietet eine unübertroffene Kombination aus Langlebigkeit und Genauigkeit und ist daher die bevorzugte Wahl bei anspruchsvollen und hochpräzisen Anwendungen.
Wer stellt faseroptische Gyroskope her?

GuideNav ist ein führender Hersteller von faseroptischen Gyroskopen (FOG), FOG-IMUs und FOG-basierten Trägheitsnavigationssystemen (INS) . Führende Rüstungsunternehmen mit Kunden in über 35 Ländern vertrauen auf GuideNav. Seit über 15 Jahren liefert GuideNav erstklassige FOG-Systeme mit einer Präzision von bis zu 0,003°/h für anspruchsvollste Umgebungen.
Abschluss
Das faseroptische Gyroskop (FOG) ist eine bahnbrechende Innovation. Ob es darum geht, eine Rakete auf Kurs zu halten, einen Satelliten zu stabilisieren oder ein U-Boot durch unbekannte Gewässer zu navigieren – das FOG liefert zuverlässige Orientierungsdaten in Echtzeit, genau dann, wenn sie am dringendsten benötigt werden.
Für alle Anwendungen, bei denen Zuverlässigkeit und Präzision entscheidend sind, ist das FOG nicht nur eine gute, sondern die beste Option. Da die Technologie stetig fortschreitet, wird die Rolle des faseroptischen Gyroskops für die Gestaltung zukünftiger Navigations- und Steuerungssysteme immer wichtiger.
