Elektromagnetische Störungen (EMI) in der Trägheitsnavigation bezeichnen unerwünschte elektromagnetische Signale, die die Leistung eines Trägheitsnavigationssystems (INS). EMI können von Radargeräten, Kommunikationssystemen, Stromleitungen oder auch anderer Bordelektronikbeeinträchtigen IMU-Sensoren (Inertial Measurement Unit), GNSS-Empfänger und die Navigationsgenauigkeit.
Wie sich elektromagnetische Störungen auf die Leistung von INS auswirken
✔ Gyroskop- und Beschleunigungsmesserrauschen – Elektromagnetische Störungen können zu Fehlern bei den IMU-Sensorwertenverursachen eine Positionsdrift.
✔ GNSS-Signalstörung – In INS/GNSS-Hybridsystemenkönnen elektromagnetische Störungen (EMI) GPS-Signaleund so die Positionsgenauigkeit verringern.
✔ Kommunikationsstörungen beeinträchtigen die Datenübertragung zwischen INS und externen Systemenund zu verzögerten oder fehlerhaften Navigationsdaten führen.
EMI-Quellen in INS-Anwendungen
Hochleistungsradargeräte & Militärische Störsender – Häufig in der Luft- und Raumfahrt sowie im Verteidigungsbereich eingesetzt.
Industriemaschinen & Energiesysteme – Starke elektrische Felder in Fabriken, Schiffen und Kraftwerken.
Bordelektronik – Interne Quellen wie Motoren, drahtlose Geräte und Avioniksysteme.
Wie INS EMV-Herausforderungen bewältigt
✔ Elektromagnetische Abschirmung – Schützt IMU und Navigationselektronik vor Störungen.
✔ FOG- und RLG-basierte Navigation – Faseroptische Gyroskope (FOG) und Ringlasergyroskope (RLG) sind resistent gegen elektromagnetische Störungen (EMI).
✔ Fehlerkorrekturalgorithmen – Kalman-Filterung und Sensorfusion helfen, durch elektromagnetische Störungen verursachte Fehler zu reduzieren.
